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4 Aug 2020

Tarifvertrag öffentlicher dienst bayern e3

Author: admin | Filed under: Uncategorized

Die durch das Gesetz vom Juli 2011 eingeleitete Reform der Tarifverhandlungen im öffentlichen Sektor ändert die Art und Weise, wie die Repräsentativität der Gewerkschaften im öffentlichen Sektor bewertet wird, im Einklang mit den Vorschriften, die im privaten Sektor bereits seit 2008 gelten. Seit dieser Gesetzgebung bestimmen die Wahlen am Arbeitsplatz, inwieweit Gewerkschaften an Verhandlungen beteiligt sind, Vereinbarungen unterzeichnen und Sitze in dreiseitigen Beratungsgremien innehaben können. In Frankreich werden die Arbeitnehmer durch Gewerkschaften und Strukturen vertreten, die von allen Arbeitnehmern direkt gewählt werden. Die Vertretung der Arbeitnehmer ist seit 1945 an allen Arbeitsplätzen mit mehr als 11 oder 50 Beschäftigten, je nach Struktur, obligatorisch. Diese Organe sind weitgehend gesetzlich geregelt. Dennoch gibt es Raum für Regulierung durch Tarifverhandlungen, da die Sozialpartner durch Tarifvertrag Informations- und Konsultationsgremien schaffen können, um die Unterrichtung und Anhörung im Unternehmen zu verbessern. Sie können Verbesserungen in den Einrichtungen für Arbeitnehmervertreter aushandeln, z. B. mehr bezahlte Freizeit oder mehr Ressourcen. Seit der Arbeitsreform von 2017 hat sich die Landschaft der Arbeitnehmervertretung am Arbeitsplatz erheblich verändert.

Dies ist auf die Zusammenlegung der drei wichtigsten Informations- und Anhörungsgremien der Arbeitnehmer zurückzuführen: die Personalvertreter (délégués du personnel); Betriebsrat (comité d`entreprise); und dem Ausschuss für Gesundheit, Sicherheit und Arbeitsbedingungen (CHSCT) in einem Sozial- und Wirtschaftsausschuss (SEC). Die CSE muss in allen betroffenen Unternehmen bis spätestens 1. Januar 2020 umgesetzt werden. Die in diesen Gremien vertretenen Sozialpartner können beurteilen, ob die Vorschläge der Regierung mit dem entsprechenden Tarifvertrag im Einklang stehen oder nicht, und gegebenenfalls ihre Stellungnahme abgeben. Der Staat spielt weiterhin eine entscheidende Rolle in den französischen Arbeitsbeziehungen. Das System ist stark reguliert, die Regierung legt den Mindestlohn fest, und das Arbeitsministerium erweitert praktisch alle Tarifverträge, und eine wachsende Zahl von Fragen unterliegt obligatorischen Verhandlungen auf sektoraler oder betrieblicher Ebene. Andere Kündigungsverfahren sind: Rücktritt (ein Arbeitnehmer muss einen klaren und eindeutigen Rücktrittswillen nachweisen); Pensionierung (auf Initiative des Arbeitnehmers vor seinem 70. Lebensjahr oder auf Initiative des Arbeitgebers nach dem 70. Geburtstag des Arbeitnehmers) oder gegenseitige Kündigung (Bruchkonvention), die eine Vereinbarung zwischen beiden Parteien ist und die Kündigung unterliegt der Zustimmung der Arbeitsinspektion.

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